Auszeit nehmen – oder einfach mal rein GAR NICHTS machen

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Auszeit nehmen – die Welt da draußen mal vergessen

In den letzten zwei Tagen habe ich mir ganz bewusst mal wieder nur Zeit für mich alleine genommen und ausschließlich die Dinge getan, die mir wirklich sehr viel Spaß und Freude bringen.

So habe ich sehr viel in meinem neuen Buch gelesen, unzählige leere Postkarten bemalt, in der Natur fotografiert. Einige Stunden davon bin ich einfach nur in eine Decke gehüllt auf dem Sofa gesessen und habe so REIN GAR NICHTS gemacht. Bei letzterem NICHTS TUN konnte ich wieder einmal sehr schön feststellen, wie schwer es einem manchmal scheint so vollkommen ruhig zu sein – vor allem, wenn man zuvor Innerlich sehr aufgewühlt war.

Immer wieder kommt da dieser Drang aufzustehen, etwas zum Essen & Trinken zu holen, oder nebenher ein bisschen Musik zu hören. So ganz STILL, ohne dabei irgend etwas zu machen, ist noch immer nicht ganz so einfach für mich. Da fällt mir eine Meditation mit Musik bedeutend leichter. Aber okay… ich habe es zumindest eine halbe Stunde geschafft. Als ich ursprünglich damit begonnen habe, schaffte ich es gerade mal zehn Minuten. Doch wenn man dabei bleibt, wird es immer leichter und es lohnt sich.

Für mich sind diese Auszeiten inzwischen sehr wichtig und zu einem festen Bestandteil meines Lebens geworden. Dabei kann ich wunderbar abschalten, meine Gedanken wie Wolken am Himmel vorbeiziehen lassen und die Welt da draußen mal komplett vergessen.

In diesen Momenten bin ich ganz bei mir selbst und alles andere wird plötzlich so unwichtig. Da gibt es keine Fragen und keine Antworten mehr, die Straßengeräusche verschwinden, der prasselnde Regen wird unwichtig und das Rauschen des Wind rückt völlig in den Hintergrund. Zumindest nehme ich NICHTS mehr von allem wahr. Es sind die wundervollen Augenblicke im Hier und Jetzt, in denen ich so tief mit mir selbst verbunden und verwurzelt bin. Da gibt es nur noch dieses ICH BIN und eine wunderschöne Stille voller Frieden und Glückseligkeit.

Eine kleine Geschichte, die es treffend deutet.

Ein Mönch hatte sich in die Einsamkeit zurückgezogen, um sich fern vom lärmenden Leben ganz der Meditation und dem Gebet widmen zu können. Einmal kam ein Wanderer zu seiner Einsiedelei, und bat ihn um etwas Wasser. Der Mönch ging mit ihm zur Zisterne.

Dankbar trank der Fremde den ihm gereichten Becher leer, und fragte dann: “Sag’ mir, welchen Sinn siehst du in deinem Leben in der Stille?” Der Mönch wies mit einer Geste auf das aufgewühlte Wasser und antwortete: “Schau’ in die Zisterne. Was siehst du?” Der Wanderer blickte hinein, hob dann den Kopf und sagte: “Ich sehe nichts.”

Nach einer kleinen Weile forderte der Mönch ihn nochmal auf: “Schau’ in das Wasser der Zisterne. Was siehst du jetzt?” Noch einmal blickte der Fremde auf das Wasser und antwortete: “Jetzt sehe ich mich selber!”

“Damit ist deine Frage beantwortet”, erklärte der Mönch. “Als du zum ersten Mal in die Zisterne schautest, war das Wasser vom Schöpfen unruhig, und du konntest nichts erkennen. Jetzt ist das Wasser ruhig – und das ist die Erfahrung der Stille: Man sieht und erkennt sich selbst!”

(Zen-Geschichte)

Wie sieht es bei Dir aus?
Nimmst Du Dir diese Auszeiten?
Hast Du schon einmal versucht, wirklich GAR NICHTS zu tun?

Wie immer würde ich mich sehr
über einen Austausch mit DIR freuen.

Alles Liebe,
Lill ♥

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2 Gedanken zu “Auszeit nehmen – oder einfach mal rein GAR NICHTS machen

    • Hallo Julia ツ
      erst einmal lieben Dank für deine Worte. Hm, eine Auszeit ist toll, aber leider nicht, wenn man durch die Migräne dazu gezwungen wird. Ob es qualitativ auf das Gleiche rauskommt bezweifle ich mal. Denn wenn ich extreme Kopfschmerzen habe, kann ich gar nicht abschalten und werde eher rasend. ツ

      Ganz viele liebe Grüße und DIR einen wunderschönen Abend, Lill ♥

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